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invia – gemeinsam unterwegs.

Bereit für die Mobilität der Zukunft.

Halten die vollelektrischen Passagierbusse der neusten Generation bei extremen Wetterbedingungen im Oberengadin einen Tag im Einsatz durch? Um diese Frage zu beantworten, testete Engadin Bus von Januar 2022 bis Mai 2023 einen reichweite-starken Elektrobus auf Herz und Nieren. Dabei zeigte sich: Die klimafreundliche Technologie bewährt sich inzwischen – selbst unter hochalpinen Bedingungen. Allerspätestens im Jahr 2050 ist Schluss mit Diesel, Benzin, Erdgas und Co. So verlangt es das vom Bundesrat mitunterzeichnete Pariser Klimaabkommen.

Je früher der Umstieg auf alternative Antriebsformen gelingt, desto besser ist es für den Planeten. Heute besteht die Flotte von Engadin Bus aus zwölf Bussen mit Dieselmotor und neun mit Mild-Hybrid-Technologie. Die Hybridfahrzeuge stossen bereits bis zu 17 Prozent weniger CO2 aus. Doch welche alternative Antriebsform vermag den Diesel ganz abzulösen? «Wir sind auf keine Technologie fixiert», erklärt Ralf Kollegger, Unternehmensleiter Bus und Service AG, der Betreiberin von Engadin Bus und Chur Bus. «Vollelektrische Busse scheinen – Stand heute – aber die wahrscheinlichste Lösung.»

Technologischer Innovationssschub

Die Technologie entwickelt sich rasant. Die Reichweite von vollelektrischen Bussen galt im Jahr 2020 noch als zu gering für den Einsatz im Oberengadin. Experten folgerten damals in einer Studie, dass es im Hochtal eine kostenintensive Ladeinfrastruktur bräuchte. Ein Betrieb ausschliesslich mit E-Bussen wäre nämlich nur möglich, wenn die Busse unterwegs zwischendurch aufgeladen werden könnten. Heute sieht die Realität bereits anders aus: Der EBus, den Engadin Bus von Januar 2022 und bis Mai 2023 testete, schaffte mit einer Akkuladung beachtliche 300 Kilometer. «Viel mehr Reichweite benötigen wir nicht», sagt Andi Cortesi, Leiter Betrieb Engadin Bus. «Aktuell legt bei uns nur ein Fünftel der Flotte mehr als 300 Kilometer am Tag zurück. Während der Stosszeiten setzen wir praktisch alle Fahrzeuge ein. In den Randstunden hingegen stehen mehrere Busse still.» Während ein Dieselbus nach einigen Minuten am Tankschlauch wieder voller Energie ist, hängt der Elektrobus rund zehn Stunden an der Steckdose.

«Bereits im Jahr 2025 dürfte es neue Elektrobusse geben, die im Oberengadin mit einer Akkuladung die 400-Kilometer-Marke knacken», blickt Kollegger voraus. Die Reichweite sollte dann definitiv kein einschränkender Faktor mehr sein. An aussergewöhnlich kalten Wintertagen im Oberengadin, so haben die Tests gezeigt, benötigt die Heizung der Elektrobusse mehr Strom. Um trotzdem die gewohnte Reichweite zu garantieren, liesse sich notfalls eine Zusatzheizung mit Dieselmotörchen zuschalten.

Bessere Traktion auf Schnee

Der Elektrobus kommt ohne Schaltgetriebe aus und auch die Bremsen funktionieren geschmeidiger als bei Dieselfahrzeugen. Andi Cortesi hebt die Vorzüge hervor: «Mit dem E-Bus kann man fein dosiert beschleunigen und bremsen – alles fast lautlos. Viele unserer Chauffeurinnen und Chauffeure hören beim Fahren stark auf die Drehzahl des Motors. An die Stille im E-Bus-Cockpit müssen sie sich erstmal gewöhnen.» Herausragend ist das Fahrverhalten der E-Busse auf Schnee. «Die Traktion ist deutlich besser, speziell in steilen Passagen, beispielsweise in Surlej hoch zur Corvatschbahn.» Im Dezember 2022 hatte Engadin Bus zusätzlich einen vollelektrischen Gelenkbus zu Testzwecken im Engadin. Während Gelenkbusse mit Dieselmotor ausschliesslich über die hinterste Achse angetrieben werden, erfolgt bei den vollelektrischen Gelenkbussen der Antrieb zusätzlich über die mittlere Achse. Zusammen mit dem Gewicht des Akkus auf dem Busdach resultiert auf Schnee ein Fahrverhalten, das Cortesi mit drei Worten zusammenfasst: «top, top, top.» Nach Abschluss der Testphase im Mai 2023 hat Engadin Bus den E-Bus gekauft. Seither ist dieser täglich im Engadin im Einsatz – und überzeugt weiterhin. Wann die Elektrobuszukunft im Oberengadin richtig Fahrt aufnimmt, entscheidet die Politik. «Sobald die Besteller grünes Licht geben, kann die Umsetzung losgehen», sagt Ralf Kollegger. Engadin Bus ist bereit für die CO2-freie Ära der Mobilität. (dz)

invia
Publiziert am: 11.04.2024

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